Meine Schätze berichten...

Nachdem im Mai 2007 unsere Hündin gestorben war, versuchten wir wieder einen Hund für uns zu finden. Es war klar, es kommt ein "second hand" - Hund ins Haus. Nach dem fünften Tierheim gaben wir fast auf, bis ich "zufällig" auf die Seite spanischer Strassenhunde kam. Da sah ich Jette und wusste sofort, "das ist sie". Nachdem alle Vorkontrollen, etc gemacht waren, konnte ich es kaum noch abwarten, bis sie endlich am 16. August ankam. Einen Flugpaten hatte sie nicht und musste den Weg von Spanien im Auto mit einigen anderen Hunden schaffen. Mitten in der Nacht konnten wir sie holen. Die Box wurde geöffnet, sie war ganz klein, staubig und unheimlich dünn. Ich sah sie und liebte sie. Kein Hund hat bisher so sehr meine Seele berührt, wie sie. Lesen Sie gerne die Geschichten meiner Fellnasen.

 

 

 

Lilly

Hallo, ich bin Lilly und in der Nacht zum Heiligabend 2009 angekommen. Ich komme von den Straßen aus Malaga. Ich bin bis jetzt Selbstversorger gewesen, und wisst ihr was... hier gibt es drei Mal am Tag Futter, ganz umsonst, ohne suchen und auch frisches Wasser und warme Schlafplätze. Unglaublich, was?! Aber das stimmt! Frauchen sagt immer Lilly-Lotta zu mir. Warum weiß ich nicht, sie auch nicht.

Als ich hier ankam, musste ich zum Tierarzt. Ich habe eine Spritze bekommen und sie haben gesagt, dass sie selten einen so dünnen Hund gesehen hätten. Was das heißt weiß ich nicht, aber mir gehts gut.

Frauchen sagt immer, ich werde zur Filzkugel, dann muß wieder Fell ab. Das ist nicht so schön, aber ich fühle mich dann auch wohler hinterher. Frauchen sagt auch, ich bin rundherum lieb. Das stimmt, ich bin lieb und mache keinen Mist. Jette aber auch nicht.

Ich glaube, jetzt wisst ihr über mich Bescheid. Ich bin hier und gehöre dazu.

 

 

 

  

Jette

Hallo, ich bin Jette. Ich bin am 16.8.2007 hier angekommen. Ich habe einen weiten Weg hinter mir, denn ich komme aus Spanien. Dort wurde ich zum Töten abgegeben, als ich noch ganz klein war, Frauchen hat mich auf einem Bild gesehen, ich kam aus der Tötungsstation, tja, und so war das..

Als erstes gab es mal Probleme mit dem Namen. Keiner mochte Frauchens Auswahl, aber sie setzte sich durch, und ich war Jette.

Ich persönlich finde Jette ja klasse, aber meine Jungs nennen mich auch Gerda, Getrud, Gretel, oder Pippi-Lotta. Ich find`alles gut. Ich bin sehr sportlich und jeder Baumstamm im Wald ist meiner. Ich mache sie zu Fitnessgeräten. Ganz toll finde ich auch den Hula-Hopp Reifen, durch den ich durchspringen kann. Ansonsten kuschel ich gerne und liege auch gerne in der Sonne.

Frauchen sagt, ich bin der feinfühligste Hund, den sie je gesehen hat. Ich merke und weiß einfach alles.

Von Februar bis Mai 2009 war ich sterbenskrank. Ich musste ein paar Mal in die Klinik und dort auch übernachten und am Tropf liegen. Das war ganz furchtbar. Dann kam meine Milz raus, mein Blinddarm und ein Stück vom Darm. Frauchen hat eine Woche mit mir im Wohnzimmer an der Erde geschlafen und mir Wasser mit einer Spritze eingegeben. Ich weiß, dass sie dachte, dass ich sterbe, aber ich wollte noch nicht gehen, nun bin ich gesund und habe sogar Verstärkung bekommen. Lilly ist dazu gekommen.

Am 8.09.2016 bin ich zu Hause zusammengebrochen und in Herrchens Armen über die Regenbogenbrücke gegangen.

 

 

 

  

Stuart

Hallo, ich bin Stuart und bin vom 27.12.2010 bis 20.01.2011 als Pflege-Hündchen hier gewesen. Ich bin eine kleine Kuschelmaus, sagt Pflege-Mami zu mir, weil ich immer zu ihr unter die Wolldecke gekrabbelt bin. Ganz viel habe ich auch mit der Jette und der Lilly getobt. Besonders mit der Jette, und das ging dann recht wild zu, so dass Pflege-Mami sagte, dass wir Rabauken sind...

Gelernt habe ich hier, am Fahrrad zu laufen. Das war toll!

Ich hatte Angst vor fremden Menschen und Pflege-Mami sagte, dass das daher komme, weil sie mir schon zu viel angetan hätten.

Neues von mir: Ich wohne jetzt in Hessen mit vier Kumpels zusammen und es geht mir gut.

 

 

 

  

Fabi

Buenos dias!! Ich bin Fabi und bin in der Zeit vom 29.12.2009 bis zum 27.01.2010 als Pflege-Hündchen hier gewesen. Ich bin von Spanien her als sehr ängstlich und mit anderen Hunden überfordert beschrieben worden. Das war, als ich in der Tötungsstation mit den großen Hunden saß. Aber Leute, als ich hier aus meiner Tasche gekommen bin und die beiden Chicas gesehen habe, da bin ich ganz schnell aufgetaut. Ich habe gespielt, bin gerannt und habe gemerkt, dass ich lebe und mir keiner etwas tut. Es wurde hin und her überlegt, ob ich bei Jette und Lilly bleiben würde, aber Pflege-Mami meinte, dass man uns Dreien nicht gerecht werden könne. Alles habe ich nicht verstanden, aber ich habe ihr vertraut, was auch wirklich gut war. Hier waren fünf Menschen, die mich haben wollten, aber Pflege-Mami meinte "nein, dass sind nicht die Richtigen für Fabi". Und dann standen sie vor mir. Ein Mann, eine Frau und ein Mädchen. Alle liebten mich vom ersten Moment an und ich fand es auch ganz klasse, gekuschelt und betüddelt zu werden. Da war klar, ich gehöre zu ihnen. Auch Pflege-Mami wusste es. Abends sagte sie dann "das sind sie". Pflege-Papi machte dann eine Vorkontrolle, und stellt Euch vor, da hingen schon Bilder von mir an der Wand. Sie kamen dann wieder und ich durfte mit in mein eigenes zu Hause.

Neues von mir: Ich habe ein eigenes Körbchen, ein HSV-Halsband, einen Garten, und ich habe beim Tierarzt in die Praxis gepieschert und keine Schimpfe bekommen...

 

 

 

  

Anton

Mi nombre es Anton. Ich spreche mal deutsch, damit ihr mich versteht. Ich bin vom 11. September bis zum 15. November 2008 hier gewesen. Pflege-Mami hat mich immer die Schmusebacke genannt. Ich bin ein Spanier. Ich bin hier verwöhnt worden und konnte mit der Jette toben und kuscheln und bin hier innerhalb von drei Wochen total fit geworden, denn wir sind jeden Morgen im Wald gewesen. Pflege-Mami sagt, ich bin ein guter Hund. Ich bin brav, ich bin verschmust und lieb zu jedem. Pflege-Mami hat Anzeigen aufgegeben, um "meine" Menschen zu finden. Ein älteres Ehepaar wollte mich gerne mitnehmen, aber Pflege-Mami hat nein gesagt, weil sie nicht mehr richtig gehen konnten. Es hätte nicht gepasst. Dann kamen Sarah und Dennis uns besuchen. Ich sag Euch was, die Sarah hat sich gleich zu mir auf die Kuschelmatratze gesetzt und mit mir geknuddelt und Leckerlis hatte sie auch dabei. Dann sind wir alle zusammen spazieren gegangen. Es war toll und es war klar, das sind meine Menschen. Ich durfte mit und bin jetzt ein Landei...

Neues von mir: Ich gehe in die Hundeschule, habe Hundefreunde, und alles ist toll.

 

 

 

  

Amanda

Also, ich heiße Amanda und kam im November 1995 als ganz kleiner Welpe in die Familie. Das war so... Frauchen und Herrchen wollten einen Welpen, fuhren zu einer Züchterin und gingen in eine große Scheune. Ich glaube, das erste, was Frauchen sah, waren ganz viele kleine, mittlere und große Cocker Spaniel. Wie sollten sie sich da für einen entscheiden... Aber da kam ich ins Spiel. Ich bin eine ganz winzige Hundedame gewesen, sah das Frauchen aus einer Ecke, nahm Anschwung und rannte auf sie zu, konnte aber nicht bremsen und flog gegen ihr Bein. ICH hatte meine Familie gefunden.

In all den Jahren habe ich nicht gelernt, zu bremsen.. Ich bin immer ein Schatz gewesen und habe hier jeden geliebt. Im Winter 2006 fing ich an zu weinen. Davor war ich nie krank. Ich habe Medikamente bekommen, die eine zeitlang geholfen haben, aber im Mai 2007 nicht mehr. Ich bin dann über die Regenbogenbrücke gegangen. Frauchen hatte dann lange damit zu kämpfen. Es ist sehr still hier gewesen.

Ich wurde geliebt !

 

 

 

  

Fine

Ich bin Fine und bin im Sommer 1995 hier hergekommen. Ich bin schon 9 Jahre alt gewesen und wurde zur Zucht benutzt...

Die Züchterin war gestorben und wir alle mussten "weg". Frauchen ist vorbei gekommen und wusste, "ich komme mit". Leider bin ich zu der Zeit schon sehr krank gewesen. Ich habe dann mehrere Schlaganfälle gehabt und musste ganz oft an den Tropf. Ich bin nur ein Vierteljahr hier geblieben, dann musste ich gehen. Aber ich war ja schon älter und der Weg über die Regenbogenbrücke war vollkommen ok. Ich durfte hier noch erleben, in einer Familie zu wohnen und umsorgt zu werden, in der Sonne zu liegen und eine schöne Zeit zu verbringen.

Das ist sehr viel!

 

 

 

  

Benny

Also Leute, Benny ist mein Name und ihr glaubt nicht, wie ich hier hergekommen bin. Das war so...

Es war 1994 und die Familie wollte wieder einen Hund haben. Ich bin zu der Zeit schon 10 Jahre alt gewesen. Ich besuchte mit meinen Menschen die Krügers, verstand nicht alles, als sie sich unterhielten, aber eins war klar, meine Menschen mussten ins Altersheim und durften mich nicht mitnehmen. Sie weinten. Für die Krüger`s war klar: Benny bleibt bei uns

Meine früheren Menschen sah ich nie wieder. Zu groß wäre ihr und mein Schmerz gewesen. Trotz meines Alters fügte ich mich noch gut in die Familie ein und durfte noch 2 Jahre bleiben, bevor ich über die Regenbogenbrücke gegangen bin.

Danke !

 

 

 

  

Kim

Hi, ich bin Kim... Frauchen hat in der Zeit, als sie mich im Tierheim gefunden hat, mit Sascha alleine gelebt. Ich kam dann im Juli 1987 dazu. Zum Teil war ich Schäferhund, der andere Teil... man weiß es nicht.

Ich war total lieb zu jedem, aber auch total verrückt. Ich habe mal Frauchens Gardinenstangen abgeschraubt, oder Waschpulver gefressen. Aber was dann passiert ist, einfach unglaublich..

Ich bin mit Frauchen zur Arbeit ihres Freundes gefahren, weil wir ihn abholen wollten. Das ist in einem Ort, ca eine dreiviertel Stunde von hier entfernt. Plötzlich stand ein Mann an unserem Auto, ich kannte ihn, er sah mich an und sagte "Kessy, bist Du es wirklich, habe ich Dich endlich gefunden.." Wir guckten alle nicht schlecht. Alle kamen ins Gespräch und es stellte sich raus, dass ich ihm bei einem Silvesterknall weggelaufen war. Er hatte mich lange gesucht, aber nicht geahnt, dass ich so weit gelaufen war.

Ich freute mich so sehr über das Wiedersehen, dass Frauchen sich nach einiger Zeit des Überlegens entschied, mich an ihn zurück zu geben.

Schicksal !

 

 

 

  

Pat

Pat ist mein Name und ich war Frauchens allererster Hund. Ich kam als Welpe 1978. Ich war ein amerikanischer Cocker Spaniel, ein bißchen verrückt, aber super süß. Ich habe mal mitten in einer Geburtstagstorte gesessen, weil ich der Meinung war, dass es meine ist. Verständlich, oder? Ich kleiner Cocker habe auch mal einen kompletten Strandkorb über den Strand gezogen. Ich habe nie gehorcht, war immer frech und manchmal sehr peinlich für Frauchen. Ich bin mit zehn Jahren wegen schwerer Atemprobleme über die Regenbogenbrücke gegangen.

Ich hatte eine coole Zeit !

 

 

  

Danny

Guten Tag, mein Name ist Danny. Christiane hat mich 1985 unter merkwürdigen Umständen gefunden und mich mitgenommen. Ich bin ihr "ein und alles" gewesen. Ich habe Höhen und Tiefen mit ihr gemeinsam erlebt und ich weiß, dass ich einen ganz wichtigen Platz in ihrem Herzen hatte und immer haben werde. 2004, mit 19 Jahren musste ich über die Regenbogenbrücke gehen. Christiane hat viel geweint. Auch heute noch merkt sie, dass ich ganz oft da bin.

Ja !

 

 

 

Candy

Candy hat mich eine ganze Zeit durch meine Kindheit begleitet, sowie viele andere Kleintiere, von denen ich leider keine Fotos mehr finden kann, die aber nicht vergessen sind.

 

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Bernd

Wir haben einige Koi- und Graskarpfen in unserem Teich, wobei Bernd hier einen ganz besonderen Stellenwert hat. Er ist ein ganz besonderes Wesen. Hier angekommen ist er als ganz kleiner Fisch ca 2001.

 

 

 

     

Ansari und Samira

Die beiden Stabschrecken Ansari (bedeutet: mein Gehilfe) und Samira (bedeutet: die Geschichtenerzählerin) sind am 22. Januar 2015 bei mir eingezogen. Sie waren so klein und hauchdünn, dass man sie kaum sehen konnte. Es war spannend, sie zu beobachten. Gestorben Januar 2016.

 

 

Jupp

Stabschrecke Jupp ist im März 2015 bei uns eingezogen. Gestorben Februar 2016.